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Sextus Tarquinius

Person

Prinz und Sohn des letzten Königs von Rom

Sextus Tarquinius

Sextus Tarquinius war ein Prinz der in der römischen Geschichtsschreibung mythisch verklärten etruskischen Herrscherfamilie der Tarquinier. Er war – nach den Angaben der Literaten Titus Livius und Ovid – der dritte und jüngste Sohn des letzten etruskischen Königs Lucius Tarquinius Superbus, nach den Angaben des Dionysios dessen ältester Sohn. Der Nachwelt ist er als Hauptakteur der mit der Vertreibung der Königsherrschaft aus Rom durch Lucius Iunius Brutus zusammenhängenden Vergewaltigung der Lucretia, der Ehefrau des Tarquinius Collatinus und Tochter des Spurius Lucretius Tricipitinus, bekannt. Titus Livius gibt innerhalb seiner Darstellung der römischen Frühzeit innerhalb des ersten Buches seines Hauptwerks Ab urbe condita eine Schilderung der Ereignisse, Ovid verarbeitet das Thema in seinen Fasti poetisch. Auch Dionysios von Halikarnassos geht in seinen Römischen Altertümern auf die Vorgänge ein.

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