Georg Lindemann
Persondeutscher Offizier und Generaloberst im Zweiten Weltkrieg

Georg Lindemann war ein deutscher Heeresoffizier. Als Offizier diente Lindemann während des Ersten Weltkriegs im preußischen Heer und machte, nachdem er kurzzeitig in einem Freikorps gedient hatte, Karriere in Reichswehr und Wehrmacht. Während des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) befehligte Lindemann zunächst die 36. Infanterie-Division und das L. Armeekorps, bevor er 1942 die 18. Armee übernahm. Nachdem er Anfang Mai 1944 zum Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord aufgestiegen war, wurde er wegen seiner Weigerung, die Besatzung des „festen Platzes“ Polozk zu opfern, von Adolf Hitler Anfang Juli 1944 entlassen. Das Kriegsende erlebte Lindemann als „Wehrmachtbefehlshaber Dänemark“, wo er noch im Mai 1945 für die Fortsetzung des „Endkampfes“ plädierte. Er führte die deutschen Besatzungstruppen in britische Gefangenschaft auf deutschem Boden. Er selbst kam in alliierte und anschließend in dänische Haft, aus der er 1948 entlassen wurde.
| Geboren | 1884-03-08 |
| Gestorben | 1963-09-25 |
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